Rechtliches und Soziales

Die Diagnose Alpha-1 wirft sicherlich zunächst viele Fragen und Sorgen auf:
Kann man langfristig noch berufstätig sein? Wie steht es um die finanzielle Absicherung der Familie? Wo finde ich Hilfe?
Das Gute vorab: Alpha-1 und Beruf sind sehr häufig gut vereinbar und es gibt viele Unterstützungsmöglichkeiten, die sowohl zu Beginn als auch in späteren Krankheitsstadien zur Verfügung stehen.
Wichtig dafür ist: 1. Man muss diese Hilfestellungen kennen und Eigeninitiative zeigen.
2. Um am Arbeitsplatz Unterstützung zu erfahren, muss man offen mit der Erkrankung umgehen. Ob kleine Anpassungen am Arbeitsplatz, eine Umschulung, flexible Arbeitszeiten oder auch ein Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis – es gibt viele Möglichkeiten!


Medizinische Rehabilitation

In Deutschland gilt der Grundsatz „Reha vor Rente“. Dies bedeutet, dass, bevor eine Erwerbsminderung oder Frühberentung genehmigt wird, geprüft wird, ob durch geeignete Rehabilitationsmaßnahmen ein Erhalt der Arbeitsfähigkeit möglich ist. Generell hat jeder, der sozialversichert ist und einige weitere Voraussetzungen erfüllt, Anspruch auf eine ambulante oder stationäre medizinische Rehabilitation.

Die pulmonale Rehabilitation wird von allen wichtigen Behandlungsleitlinien für COPD-Patienten mit Alpha-1 und COPD-Patienten ab mittlerem Schweregrad empfohlen. Sie umfasst

  • Schulung (Erkrankungsverständnis)
  • Atemtherapie
  • Körperliches Training zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Verringerung der Atemnot
  • Psychologische Hilfe (Krankheitsbewältigung)
  • Ernährungsbehandlung
  • Raucherentwöhnung
  • Sozialmedizinische Unterstützung (Arbeitsplatz, Fragen der Behinderung und Berentung)

Die Rehabilitation ist eine Pflichtleistung der Krankenkassen. Anträge für eine pulmonale Rehabilitation müssen bei der zuständigen Versorgungseinrichtung (Renten- oder Krankenversicherung) gestellt werden.

 

 

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Von Patient zu Patient

„Zu empfehlen ist eine Organisation (z. B. VdK), die sich in allen rechtlichen und sozialen Dingen sehr gut auskennt und einem auch bei Behördengängen zur Seite steht. Die Versorgungsämter haben umfangreiches Infomaterial und helfen bei Nachfrage gerne weiter.“
(Claudia Weber)

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